Soforthilfe bei Stress und 8 Dinge, die Dir helfen, ihn auf Dauer los zu werden

Wenn Du in Eile bist, verlangsame Deinen Schritt.

Chinesisches Sprichwort

 

Hier geht es darum, wie man das Gefühl der Daueranspannung, des Drucks und der unterschwelligen Angst schnell auflösen und aus der Angst-und Sorgendenke aussteigen kann

Als Soforthilfe beschreibe ich eine kleine, fast unscheinbare, yogische Atemübung. Du kannst sie zur Not im Liegen machen, oder einfach da, wo Du gerade bist und sie brauchst. Mache sie solange sie Dir guttut, mindestens aber 3-4 Minuten.

Du atmest nun einmal tief ein und ganz bewusst aus. Was Du jetzt brauchst sind Daumen und Mittelfinger der rechten Hand und Deine Nase. Mit dem Daumen hälst Du das rechte Nasenloch zu und atmest durch das linke Nasenloch ein. Jetzt wechselst Du und hälst mit dem Mittelfinger das linke Nasenloch zu und atmest rechts aus. Und atmest rechts wieder ein. Nun wechselst Du wieder und hälst mit dem Daumen das rechte Nasenloch zu und atmest links aus. 

Kurz: der Wechsel ist immer nach dem EINATMEN. Du atmest also sozusagen mit einem Nasenloch jeweils AUS und EIN, wechselst und atmest wieder mit dem anderen Nasenloch AUS und EIN.

Atme langsam und tief in den Bauch. Geniesse das Atmen. 

Auch, wenn die ganze Welt um Dich herum zusammenbricht. (Keine Angst, wird sie nicht)

Es ist eigentlich ganz einfach und es lohnt sich, auch in gestresstem Zustand, diese Sätze genau zu lesen. Nach ein paar Minuten dieser Übung wirst Du eine Verbesserung Deiner Befindlichkeit bemerken. Und das kann schon dafür reichen, dass sich Dein Denken wieder entspannt, die Zuversichtlichkeit zurückkommt und Du weisst, dass eigentlich alles in Ordnung ist oder die Probleme sich lösen lassen.

Auf meinem YouTube Kanal findest du viele weiterführende Videos zu den Themen Toxische Beziehung, Geliebte sein und Hochsensibilität.

Stress baust Du dauerhaft ab, wenn Du:

  • Bücher liest. Fühlst Du Dich sehr angespannt, dann lies leichte Lektüre, die eher in grösseren Buchstaben geschrieben ist. Ein blödes Witzebuch, oder ein schmalziger Liebesroman ist tausend Mal besser als einmal den Fernseher einzuschalten. Mache es Dir zur Gewohnheit morgens schon eine halbe Stunde zu lesen. Kaum etwas gibt am Morgen soviel Kraft, wie gute geistige Nahrung!

  • meditierst. Wer regelmässig meditiert wird ruhiger, in allem kraftvoller und fokussierter. Das liegt unter anderem daran, dass man durch Meditation auf Dauer den chaotischen, irrwitzigen und konstanten Gedankenstrom zähmt. Das Denken wird ruhiger und mehr und mehr vom Feind zum Verbündeten.

  • Sport machst, am besten regelmässig. Bewegung ist ein echter Stresskiller. Wenn Du in einer besonders angespannten Situation erst damit anfängst, dann mache es wie mit dem Lesen: leicht. Gehe spazieren, fahre mit dem Rad oder schwimme ein paar Runden. Eine wunderbare Art, Dich zu bewegen, ist, wenn Du 

  • tanzt. Mache Dir schöne Musik an und tanze eine halbe Stunde. Ein paar Disconummern aus den 70gern wirken wahre Wunder. (Meine Empfehlung: Gibson Brothers/Cuba, Gino Soccio/Dancer, Van Mccoy/The Hustle, Chic/Le Freak….da kommt der Bewegungsdrang von ganz alleine). Wer mag, schaut mal unter „5 Rhythmen Tanzen“ oder „Wavedancing“. Das sind Bewegungsmeditationen, die Dir unter wenig Vorgabe, Ausdruck und ein totales Loslassen von Spannung ermöglichen. 

  • singst und/oder ein Instrument spielst. Nimm Dir, besonders, wenn Du richtig unter Strom stehst, die Gitarre und mache Musik. Wenn Du kein Instrument spielst, dann sing! Laut. Egal wie blöd Deine Stimme klingt gerade, weil Du es schon lange nicht mehr getan hast, oder weil Dir der innere Druck auf die Stimme geschlagen ist…befreie Dich über Deine Stimme davon. Wenn Du nicht singen magst, kannst Du auch über Brummen (am besten mit offenem Mund….muss ja keiner zukucken) oder Mantra chanten, Stress abbauen. 10 Minuten mit eher tiefer Stimme das Daimoku (NAM-MYOHO-RENGE-KYO) chanten und Du wirst eine deutliche Entlastung spüren.

  • Yoga machst

  • Musik hörst

  • konzentriert eins nach dem anderen tust.

Auch, wenn Dein Stressmodus dir weismacht, dass Du erstmal Lösungen für Deine stresserzeugenden Belange finden musst und später chanten oder lesen kannst, lass Dir gesagt sein: Dein Verstand funktioniert im Stressmodus nicht richtig, sondern so eingeschränkt, dass Du mit ziemlicher Sicherheit beim Lösungsuchen neuen Stress erzeugst, und das nicht merkst. So schaukelt sich Anspannung im Extremfall immer weiter hoch, bis man Gefahr läuft, sich dauerhaft zu erschöpfen und auszubrennen. Besonders, wenn Existenzängste im Spiel sind, meint man nicht aus dem Gedankenkarussell austeigen zu können.

Viel klüger ist es, das Hamsterrad kurz zu verlassen – egal, wie sehr es in Dir hämmert: Jetzt nicht!! – und zumindest eine Atemübung zu machen. 

Die Löungs-oder Entscheidungsfindung im ruhigeren Zustand ist mit Sicherheit ausgeschlafener, ausgereifter und brauchbarer.

Je mehr man der festen Überzeugung ist, dass Stressabbau-Massnahmen jetzt gerade keinen Platz haben, desto mehr braucht man sie. Genau da gehören sie hin. Alles, was an Aktion danach kommt ist effektiver, das weiss man längst aus Studien, die zu verschiedenen Meditationsformen und Entspannungstechniken gemacht worden sind. Die Zeit, die man mit Stressabbau verbringt, spart man hinterher durch effektiveres Denken und Handeln dicke ein.

Und hier noch der Vollständigkeit halber:

Stress baut sich auf, wenn Du:

  • Zucker, Nikotin, fettes/schlechtes Essen und Alkohol zu Dir nimmst. Kurzfristig baut der Konsum dieser „Substanzen“ gefühlt Stress ab. Mittelfristig entsteht genau dadurch Stress in Körper und Geist. Wir haben nicht ohne Grund eine Neigung, solche Dinge in uns reinzudrücken, wenn es uns nicht gut geht. Sie haben allesamt eine betäubende Wirkung, sitzen wie eine Art Filter auf unserer Wahrnehmung und Eigenwahrnehmung und bestimmen auf diese Weise unser Denken und Fühlen. Natürlich fliegt einem früher oder später, das, was man damit unterdrückt um die Ohren. Die Anspannung, die man auf diese Weise zu meiden versucht, potenziert sich im Untergrund und taucht so oder so irgendwo wieder auf. Entweder als Emotion oder gleich als gesundheitliche Störung/Beeinträchtigung oder Erkrankung.

  • vor dem Fernseher hockst

  • Deine Nerven mit Computerspielen, Daddeln und sinnlosem Chatten, Youtuben oder Facebooken beruhigst und dabei noch die Nacht zum Tag machst. Hier gilt das Gleiche, wie bei der Einnahme stofflicher Substanzen. 

    Lieber Du liegst stundenlang auf der Couch oder im Bett und starrst Löcher in die Luft, als vor den diversen Kisten zu hocken (Smartphone mit inbegriffen). Solange Du Dich nicht betäubst ist alles ok. Es ist vielleicht nicht angenehm, sich selbst betäubungsmittelfrei auszuhalten, aber es kann nur in Ordnung kommen, was Du siehst. Wenn Du den Stress und die Anspannung dauernd unbewusst versuchst loszuwerden, erzeugst Du sie. Bemerkst Du aber beim Löcherkucken, was in Dir los ist, kommt genau das auch in Ordnung. Oder aber Du merkst, wann es Zeit ist, aufzustehen und die Küche aufzuräumen, einen Freund anzurufen oder zu meditieren.

  • zu all dem, bis jetzt genannten, Bewegung für Zeitverschwendung hältst.

  • Multitasking für sinnvoll hältst, und beim Telefonieren E-Mails liest, eine Notitz machst, das Inhaltsverzeichnis vom Spiegel überfliegst und zum 26. Mal heute Deine Facebookseite öffnest.

    Sogenanntes Multitasking trainiert nicht etwa Deine Auffassungsgabe und erweitert Deine geistigen Kapazitäten, sondern es verschleisst Deine Fähigkeit zur konzentrierten Gerichtetheit. Multitasking bedeutet ja im allgemeinen Verständnis, dass man mehrere Dinge gleichzeitig tut. In Wirklichkeit tut man hauptsächlich mehrere zum Teil sehr unterschiedliche Dinge kurz hintereinander und durcheinander. Unsere Aufmerksamkeit, Konzentration und Achtsamkeit kommen da nicht mit. Wir laufen Gefahr viele Dinge halbherzig, halbbewusst und nur halbgut zu machen. Das macht den Geist unruhig und uns nervös. Wir hören bei Telefongesprächen streckenweise nicht richtig zu und müssen hinterher, wenn wir antworten, Informationslücken füllen und so tun als hätten wir sie nicht. Immer mit den Augen auf dem Bildschirm. Und das stresst.

Ein Gefühl der Daueranspannung, oft ohne eigentlich genau zu wissen, wo sie herkommt, lässt sich relativ schnell und einfach lösen. Aber auch, wenn in Deinem Leben dringende Veränderungen anstehen, wirst Du es leichter haben, sie vorzunehmen, wenn Dein Stresslevel etwas niedriger ist. Und das kannst Du erreichen, wenn Du einen Teil der Vorschläge umsetzt.

 

Foto und Beitragsbild:

dommy.de / photocase.de

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Tanja Grundmann

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