Morgenrituale: Wie Du Dir mit einer kleinen Übung am Morgen Deine Wünsche erfüllst

Wer sein Leben verändern will, muss aus der Komfortzone raus. Die Komfortzone ist oft nicht mal besonders komfortabel, sondern sie wird eher nur als halbwegs sicher empfunden. Wer in diesem Süppchen schwimmt, wird nicht viel verändern. Deshalb kommen hier erprobte Vorschläge, deren Wirksamkeit mittlerweile unumstritten ist.

Wem diese Vorschläge lästig erscheinen, den lade ich hiermit herzlich ein, den ersten Schritt über die Komfortgrenzen zu gehen und es auszuprobieren. Manchem wird es jedoch eine Erleichterung und eine Erlösung sein; es ist eigentlich klar und einfach!

Ich selbst habe mich daran gehalten und vieles geschafft, über das ich früher nicht mal hätte nachdenken brauchen. Ein erheblicher Teil dieser vorgeschlagenen Morgenrituale kommt von dem amerikanischen Autor und Businesscoach Brian Tracy. Ich kann Euch eines versichern: der Tag beginnt tausend Mal besser; die Morgenrituale nähren und energetisieren bis abends, man spart sehr viel Zeit, ist besser motiviert und ausgerichtet und kriegt viel mehr geschafft!

Die Reihenfolge der folgenden Vorschläge spielt keine nennenswerte Rolle; das macht jeder so, wie es sich gut und richtig anfühlt. Wer beim Lesen unruhig wird, mit dem inneren Subtext „Klingt ja alles toll, aber soll ich dafür mitten in der Nacht aufstehen? Hab ich keine Zeit für“ , der lese bitte weiter; die Erlösung kommt unterwegs! Los geht’s:

Der erste Vorschlag kommt etwas banal daher, aber es ist extrem wichtig und unerlässlich!

Sorge für ein gutes, gesundes Frühstück mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen! Es gehören Früchte oder Gemüse auf den Frühstückstisch; ob als Smoothie, Salat; ob im Müsli oder kleingeschnippelt mit aufs Brot – mit vernünftigen Nährstoffen fühlt man sich einfach besser! Beim Wachwerden sind wir meistens etwas dehydriert; trinke nach dem Kaffee ordentlich Wasser! Gebe Dir dieses Geschenk schon am Morgen.

Kein Browsen.

Das hat Zeit bis nach der Morgenroutine! Beginne den Tag nicht schon mit Facebook, blöden Nachrichten, Mails, die nerven, Entscheidungen, die getroffen, oder Appen/Smsen, die beantwortet werden müssen! Alle diese Mini-Entscheidungen schwächen Deine mentale Kraft – es reicht, wenn Du damit später anfängst. Zuerst wird die Birne gestärkt und ausgerichtet.

Lies.

Gib Deinem Verstand gute Nahrung. Lies jeden Morgen 20 – 30 Minuten. Du wirst sehen, dass Du ruckzuck, all die angefangenen Bücher zu Ende gelesen hast plus ein paar andere, die Du schon immer lesen wolltest. Wenn Du jeden Morgen nur 10 Seiten liest, dann hast Du in 3 Monaten 4 gute Bücher gelesen, die sonst in der Ecke verstaubt wären. Liest Du 20 Seiten am Morgen, sind es 8 Bücher in 3 Monaten. Mindestens. Ich habe auf diese Weise weitaus weniger gebrowsed und im Internet rumgeblättert und stattdessen alles gelesen, was sich als „will ich noch lesen“ aufgestapelt hatte. Das Internet ist ein wahrer Zeittotschläger und Leseverhinderer geworden; es braucht diese kleine Disziplin mit der man das aushebelt.

Auf meinem YouTube Kanal findest du viele weiterführende Videos zu den Themen Toxische Beziehung, Geliebte sein und Hochsensibilität.

Wenn Du eigentlich immer meditieren wolltest, dann mache das ab jetzt.

Genauso: wer Sport machen oder immer schon morgens Yoga ausüben wollte: bitteschön 🙂 Eine halbe Stunde reicht! Tanzen am Morgen mit gemässigter Musik kann auch manchem viel Kraft geben! Gemässigt mit Freude ist das Rezept; bitte kein Leistungssport!

Und hier ist das Kernstück, für das ich persönlich Brian Tracy auf ewig dankbar bin:

Think on Paper! Lege Dir ein Heft zu, in das Du morgens nach Frühstück, lesen und vielleicht Bewegung hineinschreibst, was Du heute machen und schaffen willst. Das ist der grosse Unterschied zu den vermaledeiten To-Do Listen. Längst ist erwiesen dass man von diesen Listen nur höchstens die Hälfte wegarbeitet. Beginnst Du aber damit, statt To-Do Liste, jeden Tag aufzuschreiben, was Du heute schaffen willst, wirst Du sehen, dass Du nicht nur alles erledigst, sondern diese Überlegung am Morgen strukturiert Dein Denken und Handeln für den ganzen Tag und: es spart extrem viel Zeit! Man sagt, dass Dir 10 Minuten schriftliches Planen am Morgen, 2 Stunden Zeit schenkt! Ich kann das nur bestätigen; es stimmt. Die Zeit, die man morgens investiert, bekommt man dicke zurück.

Brian Tracy schlägt vor, die einzelnen Posten, die man aufgeschrieben hat, mit den Buchstaben A, B oder C zu versehen, um die Dringlichkeit zu markieren. Sinnvollerweise erledigt man dann die A- Posten zuerst. Das sind oft nicht nur die Wichtigsten, sondern auch die, vor denen man sich gerne drückt.


Blöde Aufgaben, vor denen man sich gerne drückt sind wahre Krafträuber, aber gigantische Kraftspender, wenn man sie morgens als erstes erledigt.

Und genau das wirst Du tun, wenn Du es aufgeschrieben hast. Das Aufschreiben ist eine Art Commitment; eine Verpflichtung, mit der Du morgens schon Deine Weichen stellst und ihnen folgst. Man kann fast nicht anders und das wird auch dem grössten Vor-sich-her-schieber so gehen!

Ich habe gelernt, aus der Notwendigkeit, Steuererklärungen machen zu müssen, Kraft zu generieren.

Und zwar seit der Zeit, in der ich genau aufschreibe, was heute zu tun ist; natürlich auch, was ich tun möchte. Auf diese Weise tut man auch viel mehr von dem was man wirklich tun will! Ob Du Duschen und Einkaufen mit aufschreibst, bleibt Dir überlassen; es gibt Zeiten, da muss man sich mit ein paar Ab-Häkchen mehr belohnen.

Oben drüber kommen das Datum und der Tag; ich schreibe gerne eines meiner Mantras daneben: I Am. Oder: I Love You. Oder: Thank You.

Wenn Du berufliche Ziele verfolgst, wirst Du wissen, dass man oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Man plant herum, macht vielleicht sogar ein gigantisches Visionboard und kommt dann aber in der Umsetzung immer wieder durcheinander. Das passiert mit der Morgenplanung überhaupt nicht mehr.

Beim Planen am Morgen sortieren sich Prioritäten und Dringlichkeiten von selbst.

In meinem Heft für heute steht, neben ein paar anderen Alltagsaufgaben:

A Facebook Artikel schreiben,

A Redaktion anrufen

B schönes Foto aussuchen,

A letztes Kapitel Ebook nochmal überarbeiten (es steht ein bisschen genauer da),

A Mails von X, Y, und Z beantworten, und

C nachfragen/lesen, wie man Überschriften vernünftig formatiert

B Frank anrufen/ Sms an Dirk/ebookboss.de nachlesen/neue Quelle suchen

„Wenn Du in Eile bist, verlangsame Deinen Schritt“ sagen die Chinesen. Damit ist so etwas gemeint! Gerade wenn man besonders viel zu tun hat und schon hibbelig ein ungesundes Frühstück zu sich nimmt, weil man ja keine Zeit hat, ist es Zeit für Zeit am Morgen. Genau dann braucht man das, um aus dem Stress-Hamsterrädchen wieder heraus zu kommen. Man muss etwas machen, von dem man denkt es wäre gut aber es ginge nicht. Natürlich geht das; man muss die Nerven behalten, mal kurz durchschnaufen und es einmal probieren. Die wohltuende Wirkung entlastet und gibt das Gefühl wieder handlungsfähig zu sein. Besonders, wenn man „zuviel“ zu tun hat, muss man morgens diese Zeit investieren!

Wenn Du Dich nährst, Seele und Verstand pflegst, gut vorbereitest, bist Du mental auf Zack, sparst mindestens die Zeit ein, die Du morgens in Dich und Deine Pläne investiert hast und beginnst damit, das zu tun, was Du tun willst!

Auf die Morgenplanung werde ich nie wieder verzichten.

Nicht nur, dass ich immer wieder relativ leicht, einen Berg an Dingen wegarbeite und mit beruflichen Dingen vorankomme: Ich habe eine komplette Sprache gelernt; spiele mein Instrument viel besser – Üben steht auf der Liste – und tue das, was ich immer tun wollte. Und das noch zur Information: ich war früher Chef-Aufschieber. Das ist nicht ganz weg, aber es ist so wenig geworden, dass es kein Problem mehr ist.

Schöne Grüße aus Marseille!

Foto:

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Tanja Grundmann

Beitragsbild:

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Tanja Grundmann

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3 Antworten

  1. Momentan bin ich so schlapp, dass ich nichts mehr richtig hinbekomme. Ich hoffe anhand dieser Tipps wieder handlungswilliger zu werden. Der Tipp mit dem Büchlein ist super, bisherige Stunden- oder
    Wochenpläne haben nicht funktioniert.

    Vielen Dank!!

    1. Liebe Caren, deine Beziehung ist anstrengend; das hast du in einem anderen Kommentar geschrieben. Das ist so ein Stress und solche Dauerbelastungen, die dir aufgepackt werden! Du unterschätzt das. Du wirst auch wieder zu Kräften kommen, aber im Moment musst du anderem deine Aufmerksamkeit geben.

  2. Das sind sehr wertvolle Tipps, von denen ich ein paar bereits umgesetzt habe, ich merke aber, dass ich manches noch optimieren sollte – vielen Dank :)!

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